PRACHTFINKENZUCHT.CH

Meine lebendige und farbenprächtige Passion

Zuchtbericht Gemalte Amadinen

2017

Zur Zucht wurden 4 Paare Gemalte Amadinen in die vorbereiteten Zuchtboxen gesetzt. Nach kurzer Zeit (ca. 4 Tage) begannen alle Paare mit dem Nestbau. Alle errichten das Nest im Dickicht. Bereits liegen die ersten Eier in den Nestern.

Grosse Ernüchterung. Die ersten Bruten sind durch und noch ist  kein einziger Jungvogel auf der Stange. Die Elterntiere brüteten sehr zuverlässig und der Schlupf verlief scheinbar gut. Kaum waren die kleinen Gemalten jedoch aus dem Ei, wurden sie von den Eltern aus dem Nest geworfen. Ich bin ratlos und kenne den Grund noch nicht. Habe ich zu viel Eiweiss gefüttert, war das Nestmaterial nicht gut dieses Jahr?

Nach diesem Ärger wurden die Nester entfernt und die Vögel konnten nochmals mit dem Nestbau beginnen.

Ein weiterer Rückschlag. Auch in der zweiten Runde wurden alle Jungen aus dem Nest geworfen. Dieses Jahr gibt es keinen Nachwuchs bei den Gemalten Amadinen.

Nun haben die Elterntiere ein Jahr Pause und ich versuche es nächstes Jahr wieder.


2016

Zur Zucht wurden 5 Paare Gemalte Amadinen angesetzt. Jedes der Paare ist in einer Doppelbox untergebracht und verfügt über Flugraum und verschiedene Sitzgelegenheiten. In einer Ecke wurde aus Kunstpflanzen oder Tannenäste ein Dickicht geschaffen und je ein halboffener Nistkasten und ein offenes Kanariennest platziert.  Die Paare entscheiden sich unterschiedlich für die Nistgelegenheit. Drei Paare entschieden sich für das Kanariennest, eines für den Nistkasten und das letzte baute ein freistehendes Nest in das Gebüsch. Faszinierend bei diesen Vögel ist, dass sie, egal in welchem Nest sie brüten möchten, zuerst grosse Holzteile und Ästchen verbauen. Dies kann quasi als Fundament für den folgenden eigentlichen Nestbau angesehen werden. Sobald dieses Fundament erstellt ist, werden braune und weisse Kokosfasern und Heu verbaut. Am Schluss reiche ich den Tieren Sharpie und weisse Federn zum Auspolstern. Beides wurde gerne angenommen. Der Nestbau ist innert weniger Tage abgeschlossen.  Ich habe bei keinem Paar Nestkontrollen vorgenommen. Ich entschied mich der Natur freien Lauf zu lassen und meine Neugierde etwas zu zügeln. Nach rund 16 Tage Brutzeit konnte ich feststellen, dass beide Elterntiere oft im Nest waren. Somit konnte ich davon ausgehen, dass der Nachwuchs schlüpfte. Rund drei Tage vor dem mutmasslichen Schlupfdatum gab ich wenig kleine lebendige Mehlwürmer. Diese wurden jeweils begierig aufgenommen. Immer steht den Vögel in der Brutzeit das Exotenmischfutter (mit einem Kalkpräparat überstreut), Grit mit Eierschalen, Kohle, Keimfutter, viel rote Kolbenhirse, ein Insektenfutter sowie ein Eifutter zur Verfügung. Ergänzt wird das Angebot mit Salat und Gurkenzugaben. Sobald ich sah, dass die Tiere vermehrt Eifutter aufnahmen, wurde die Gabe von Lebendfutter erhöht. Nach rund 23 Tagen verliessen die Jungen gut befiedert die Nester. Die Beringung habe ich erst vorgenommen, als vermehrt beide Elterntiere das Nest verliessen. Es wurde nie ein Tier vom Nest vertrieben.  Nach ca. 10 Tage wurde bereits mit dem Bau eines neuen Nestes begonnen. Ich bin gespannt, wies weiter geht.......